Die Ermitage in Arlesheim: Den grössten Englischen Landschaftsgarten der Schweiz entdecken
- Corinna
- 5. März 2021
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. März
Ausflug ins Baselbiet: Die Ermitage Arlesheim entdecken
Heute nehme ich euch mit auf einen Ausflug ins Baselbiet – genauer gesagt in die Ermitage Arlesheim, einen der schönsten Landschaftsgärten der Schweiz.
Und irgendwie hat auch Elvis Presley etwas mit der Ermitage zu tun – eine Geschichte, die mir erst Jahre später wieder eingefallen ist.
Wenn ich euch mit diesem Beitrag also gluschtig machen kann, euch selbst auf den Weg dorthin zu machen – umso besser.
Es lohnt sich auf jeden Fall, versprochen!
Die Ermitage Arlesheim – ein Klassiker, den man (wieder) entdecken sollte
Die Ermitage ist ein rund um Basel bekanntes Ausflugsziel, das ich persönlich aber lange kaum besucht habe. Vor einigen Jahren war ich das (vermeintlich) erste Mal dort – und es war wunderschön.
Letzten Samstag war ich wieder da, zusammen mit einer Freundin. Das Wetter war perfekt, wir hatten genügend Zeit und konnten die ganze Anlage in Ruhe erkunden.
Mein Hund war natürlich auch mit dabei (Achtung: Leinenpflicht!).
Die Einsiedler-Klause war leider geschlossen, aber der restliche Park war frei zugänglich.
Geschichte der Ermitage – kurz und verständlich
Die Ermitage von Arlesheim, nur wenige Kilometer von Basel entfernt, gilt als der grösste englische Landschaftsgarten der Schweiz. Sie wurde bereits 1785 eröffnet.
Angelegt wurde sie vom Domherrn Heinrich von Ligertz und seiner Cousine Balbina von Andlau. Ihr Ziel war nicht nur ein schöner Park – sie wollten auch Arbeitsplätze für arme Menschen schaffen und gleichzeitig den Baslern einen Ort zur Erholung bieten.
Die Idee ging auf: Die Ermitage wurde schnell zu einer Attraktion für Besucher aus ganz Europa.
1793 wurde die Anlage von französischen Truppen zerstört, später aber teilweise wieder aufgebaut.
Rundgang durch die Ermitage – was euch erwartet
Die Ermitage kann von verschiedenen Seiten betreten werden.
Eine Art „Haupteingang“ führt von Arlesheim Richtung Gärtnerhaus und Mühle.
Schon hier merkt man: Es ist kein klassischer Park, sondern eher eine kleine Entdeckungswelt.
Überall gibt es verwinkelte Wege, Treppen, Felsen und kleine Überraschungen. Genau das macht den Reiz aus.

Die Eremitenklause
Oberhalb des Gärtnerhauses könnt ihr die Eremitenklause erkennen, die ja leider wegen Corona geschlossen war. Dass jemals ein echter Eremit in der Ermitage gelebt haben soll, ist allerdings nicht belegt. Aber die Geschichte wäre ja schon schön, nicht wahr?
Zwischen Romantik und Natur
Die Ermitage ist nicht nur etwas für Naturliebhaber, sondern auch für Romantiker.
Felsen, Höhlen, versteckte Wege und immer wieder neue Ausblicke – man weiss nie so genau, was hinter der nächsten Kurve wartet.
Die Felsen und Höhlen erinnern stellenweise fast an den Gempen - ebenfalls ein spannendes Ausflugsziel in der Region.









Der Ritti- oder Karussellplatz
Ein besonders spannender Ort ist der Ritti- oder Karussellplatz.
Eine Gedenktafel erinnert an Achilles und Lucie Alioth. Achilles war der Sohn von Johann Siegmund Alioth, der die Ermitage 1846 erwarb.
Früher ging es hier ziemlich lebendig zu: Es gab ein Holzkarussell, Ball- und Ringspiele – und sogar Tanzveranstaltungen.
Kein Wunder, war die Ermitage bei den Baslern so beliebt.

Fun Fact: Die Ermitage & Elvis Presley
Vielleicht fragt ihr euch jetzt: Was hat die Ermitage mit Elvis Presley zu tun?
Während ich diesen Beitrag schreibe, erinnere ich mich plötzlich daran, dass ich am 16. August 1977 mit der Schule hier war. Wir tobten durch die Felsen und kletterten herum.
Wieder zu Hause habe ich erfahren: Genau an diesem Tag ist Elvis Presley gestorben.
Schon verrückt, wie solche Erinnerungen Jahrzehnte später wieder auftauchen.


Burg Birseck – der höchste Punkt der Ermitage
Auf dem Weg nach oben gelangt ihr zur Burg Birseck.
Sie wurde 1243/1244 erbaut und hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Im Laufe der Zeit verfiel sie, wurde verlassen, zerstört und später wieder aufgebaut.
Heute ist sie ein markanter Aussichtspunkt innerhalb der Ermitage.
Wir konnten sie an diesem Tag leider nicht besichtigen – aber der Besuch mit Hund wäre erlaubt gewesen.

Die Weiher der Ermitage
In der Ermitage gibt es drei künstlich angelegte Weiher, die teilweise bis ins Mittelalter zurückgehen.
Der bekannteste ist der mittlere Weiher, auch „Lac de Tempé“ genannt – benannt nach einem Tal in Griechenland.
Bis etwa 1860 wurden auf dem mittleren Weiher Besucher von Bediensteten in Barken übers Wasser gerudert.
Was muss das damals für ein Luxus gewesen sein!




Abstecher zur Burg Reichenstein
Ganz in der Nähe liegt auch die Burg Reichenstein.
Sie ist normalerweise nicht öffentlich zugänglich – kann aber für Anlässe gemietet werden.
Ein kurzer Abstecher lohnt sich aber trotzdem, schon allein wegen der Aussicht.
Wenn ihr gerne weitere Burgen in der Region erkundet, lohnt sich auch ein Besuch der Ruine Dorneck – sie liegt nur wenige Kilometer entfernt und bietet ebenfalls eine tolle Aussicht.



Abschluss beim Dom von Arlesheim
Zum Schluss ging es zurück nach Arlesheim – direkt zum bekannten Dom.
Ich wollte eigentlich noch hinein, aber: keine Maske dabei. Also blieb es diesmal beim Blick von aussen.
Manchmal sind es genau solche kleinen Dinge, die einen Besuch unvollständig machen – und gleichzeitig einen guten Grund liefern, wiederzukommen.


Fazit: Lohnt sich die Ermitage Arlesheim?
Definitiv.
Die Ermitage ist ein Ort, an dem man Natur, Geschichte und ein bisschen Nostalgie gleichzeitig erleben kann. Perfekt für einen entspannten Ausflug – allein, mit Freunden oder mit Hund.
Vielleicht führt euch dieser Beitrag ja tatsächlich dorthin.
Ich kann es nur empfehlen.
Corinna
✨ Ermitage Arlesheim – Natur, Geschichte & ein Hauch Nostalgie
📍 Wo?
Nur wenige Minuten von Basel entfernt – perfekt für einen spontanen Ausflug ins Grüne.
🚗 Anreise
Auto: Parken auf den öffentlichen Parkplätzen der Gemeinde (die Ermitage selbst hat keinen eigenen Parkplatz)
🚋 Tram: Linie 10 bis Arlesheim Dorf, von dort ca. 5 Minuten zu Fuss
🌳 Was ist das?
Der grösste englische Landschaftsgarten der Schweiz – eine Mischung aus Natur, Geschichte und versteckten Entdeckungen.
📖 Kurz zur Geschichte
1785 angelegt von Heinrich von Ligertz und Balbina von Andlau – als Arbeitsbeschaffung und Erholungsort zugleich. Später europaweit bekannt.
✨ Highlights
🏰 Burg Birseck – mittelalterliche Ruine mit spannender Geschichte
💧 Drei Weiher – darunter der „Lac de Tempé“
🌊 Künstlicher Wasserfall – fast wie aus einem Gemälde
🪨 Felsen & Höhlen – perfekt zum Erkunden
🏰 Burg-Infos
Burg Birseck: Besichtigung von Ostern bis 31.10., jeweils Mittwoch & Sonntag, 14–17 Uhr
Burg Reichenstein: Kann für Anlässe gemietet werden
🎡 Früher & heute
Vom Karussellplatz mit Tanz und Spielen bis zum ruhigen Spazierparadies – die Ermitage hat viele Gesichter.
🎸 Fun Fact
Mein erster Besuch? Am 16.08.1977 – dem Todestag von Elvis Presley. Zufall… oder doch nicht? 😉
🐕 Mit Hund unterwegs
Hunde sind willkommen – aber bitte an der Leine!
⚠️ Gut zu wissen
Einzelne Gebäude können geschlossen sein (z. B. Klause oder Burg) – der Park selbst ist aber frei zugänglich.
⛪ Extra-Tipp
Den Dom von Arlesheim gleich mit einplanen – und ggf. an die Maske denken 😉
💚 Warum sich der Besuch lohnt
Weil man hier abschalten, entdecken und für ein paar Stunden in eine andere Welt eintauchen kann.
🥾📸 Fazit:
Kamera einpacken, Schuhe schnüren, Hund anleinen – und einfach losziehen.


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