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Kellerfenster gestalten - wie aus einem trostlosen Lichtschacht ein Fenster voller Erinnerungen wird

Aktualisiert: vor 5 Tagen


Ein graues Kellerfenster muss nicht grau bleiben


Kennt ihr auch diese Räume, die zwar ein Fenster haben, aber kaum Tageslicht hereinlassen? Meist befinden sie sich im Keller und geben den Blick direkt auf einen grauen Betonschacht frei. Irgendwie strahlen solche Fenster etwas Trostloses aus. Langweilig. Leblos. Ausser etwas Moos nichts los. Eben nicht gerade ein Ort, an dem man sich gerne länger aufhält.


Auch ich habe so ein Fenster in meiner Waschküche. Jedes Mal fiel mein Blick auf dieses triste Betonloch. Nun verbringe ich zwar nicht freiwillig Stunden beim Wäschewaschen, aber wenn ich schon dort unten am Werkeln bin, kann ich es mir doch wenigstens ein bisschen schöner machen. Also begann ich zu überlegen, wie ich diesem traurigen Ausblick etwas Leben einhauchen könnte.



Aus grauem Beton wurde ein freundlicher Blickfang



Als Erstes musste Farbe her. Etwas Wärmeres, nicht zu hell, nicht zu dunkel. Weshalb nicht mal ein freundliches Greige? Also bekam der Lichtschacht einen warmen Anstrich in dieser Mischung aus grau und beige. Und tatsächlich – allein dadurch wirkte alles schon viel freundlicher.


Doch ganz ehrlich? Irgendetwas fehlte noch. Der Ausblick war zwar nicht mehr grau, aber immer noch ziemlich langweilig.


Da fiel mein Blick auf einen Umzugskarton, der schon seit Jahren im Keller stand. Darin lagen lauter Erinnerungsstücke. Dinge, von denen ich mich nie trennen konnte, für die ich aber auch keinen richtigen Platz mehr hatte.


Plötzlich war die Idee da.


Warum sollten all diese kleinen Schätze weiterhin im Karton verstauben? Weshalb nicht genau dort aufstellen, wo ich sie immer wieder sehen kann?


Doch wie präsentieren? Ganz einfach: Ein paar günstige Holzharassen im Ikea besorgt, grün angestrichen, aus Holzresten einen Boden im Schacht gelegt...


... und tadaa... mein Kellerfenster wurde bunt, lebendig und zu einem kleinen Fenster in die Vergangenheit.



Erinnerungen, die jetzt jeden Waschtag begleiten


Ausblick aus meiner Waschküche



Mein selbst genähter Teddybär

Nach der Geburt meines ersten Sohnes begann meine Bastel -und Nähphase. Damals mit viel Herz genäht ist er nicht nur eine Erinnerung an diese Zeit sondern auch eine Erinnerung an die vielen Campingurlaube mit Mann und Kind. Denn der kleine Kerl trägt eine Weste auf den Restenstoffen der Sitzpolster jener Zeit. Also viel zu schade, um in einer Kiste vor sich hin zu stauben.


Erinnerungen an Mulhouse



Vor rund 35 Jahren habe ich dieses kleine Bild im Mammut Shopping in Mulhouse gekauft. Sie erinnert mich jedes Mal an die Einkaufssamstage mit meinen Eltern. Erstaunlich, wie ein kleiner Gegenstand einen sofort wieder in eine andere Zeit zurückversetzen kann.


Ein Stück Disney-Magie



Bei diesem Teekrug aus "Die Schöne und das Biest" denke ich jedes Mal an unseren Ausflug ins Eurodisney zurück. Damals war ich noch mit meinem ersten Mann unterwegs. Auch solche Erinnerungen gehören zum Leben und dürfen ihren Platz haben.


Kleine Weihnachtsmarkt-Tradition



Als die Kinder noch klein waren, durfte bei keinem Weihnachtsmarktbesuch in Basel eine neue Blechfigur fehlen. Jedes Jahr kam eine weitere dazu. Heute erzählen sie ihre ganz eigene Familiengeschichte.



Aus einem Kellerfenster wurde ein kleines Fenster in die Vergangenheit


Heute schaue ich beim Wäscheaufhängen nicht mehr auf eine triste Betonwand, sondern auf lauter kleine Geschichten aus meinem Leben. Jeder Gegenstand erinnert mich an einen Menschen, einen Ort oder einen besonderen Moment.


Und wer sagt eigentlich, dass nur Wohnzimmer oder Dachterrassen schön sein dürfen?

Auch ein Lichtschacht darf ein bisschen Glamour haben.


Mit einem Pinselstrich in warmen Greige, einem selbst genähten Teddy mit Lebenserfahrung und ein paar nostalgischen Schätzen wurde aus meinem grauen Kellerfenster ein kleiner Ort voller Erinnerungen und guter Laune.


Also lasst eure Erinnerungsstücke nicht länger in Kartons verstauben. Holt sie hervor, gebt ihnen einen Platz und freut euch jedes Mal darüber, wenn ihr daran vorbeigeht.


Manchmal braucht es gar nicht viel, um den Alltag ein kleines bisschen schöner zu machen.



Corinna






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