top of page

Lichtfestival Luzern & Murten – ehrliche Eindrücke

Lichtfestivals haben gerade Hochsaison. Und wenn es schon mehrere gibt – warum sich dann bitte mit nur einem begnügen? Eben. Also beschlossen wir: Wir nehmen gleich zwei. Für die Augen. Für die Stimmung. Und ein bisschen auch gegen den Winterblues.


Lichtfestival Luzern


Den Anfang machte Luzern, zusammen mit meiner Schwägerin. Vor zwei Jahren war ich zum ersten Mal dort und damals komplett überwältigt: Farben, Musik, kreative Lichtideen – wow. Dieses Jahr war es… anders. Nicht schlecht. Aber auch nicht mehr ganz so beeindruckend. Vielleicht lag’s daran, dass ich es schon kannte. Vielleicht auch daran, dass mein Gefühl sagte: da war schon mal mehr Spektakel. Wer weiss.


KKL im Lichterglanz.
KKL im Lichterglanz.

Trotzdem gab es viel Schönes zu entdecken: die leuchtenden Sonnenblumen, den Riesentintenfisch, diese Installation, bei der du plötzlich dein eigenes Gesicht am Turm siehst. Und dann natürlich die lauteste Installation von allen – am See. Reinschreien, damit die Lichter auf dem Wasser tanzen. Ein Paradies für Kinder (und ehrlich gesagt auch für Erwachsene), die endlich mal ungefiltert schreien durften. Nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Hier heisst es: mitschreien oder Ohren zu und durch.



Installation 'Echo'...und rechts die Lichter, die mit euren Schreien auf dem Wasser tanzen...
Installation 'Echo'...und rechts die Lichter, die mit euren Schreien auf dem Wasser tanzen...
...der Riesentintenfisch, der es sich am See gemütlich macht.
...der Riesentintenfisch, der es sich am See gemütlich macht.


Wenn du dein Gesicht am Turm bestaunen kannst...
Wenn du dein Gesicht am Turm bestaunen kannst...
...und zwischen Sonnenblumen spazieren gehst.
...und zwischen Sonnenblumen spazieren gehst.

Die Kapellbrücke mit dem beleuchteten Wasserturm.
Die Kapellbrücke mit dem beleuchteten Wasserturm.


Bank mit Aussicht....
Bank mit Aussicht....
...und Geschichten an den Fassaden.
...und Geschichten an den Fassaden.

Gegen die Kälte half theoretisch Glühwein und heisse Schoggi – praktisch schmeckte der Glühwein nach Mundspülung und die Schoggi war eher lauwarm. Also weiter mit schnellen Schritten am Hafenbecken entlang und dann zum Fondue an der Reuss. Danach noch ein paar Lichtinstallationen bewundert und zum Abschluss ins Seebistro Luz. Dick eingemummelt, mit richtig gutem Glühwein und wirklich heisser Schokolade. So geht Lichtfestival.


Seebistro Luz am See...immer wieder empfehlenswert.
Seebistro Luz am See...immer wieder empfehlenswert.


Lichtfestival Murten


Eine Woche später dann Murten. Wieder mit Schwägerin, diesmal auch mit Schwester. Shuttlebus rein in die Stadt, es war bereits dunkel, die Shows liefen, das Gedränge war entsprechend. Murten hat einfach einen anderen Vibe: kleiner, heimeliger, alles konzentriert in der Altstadt und am See. Weniger gross, dafür näher. Wärmer.


Fische schweben über der Altstadt.
Fische schweben über der Altstadt.

Vogelgezwitscher...
Vogelgezwitscher...
...bunte Farben...
...bunte Farben...

Auch hier schien es etwas weniger als im Jahr davor – aber eindrücklich war es trotzdem. Vogelgezwitscher über dir, Pantomime an der Kirche, Lichtspiele am See, Augen, die dich verfolgen. Fische, die über dir schweben. Kleine magische Momente überall.

Und was Murten besonders schön macht: die kleinen, feinen Läden haben geöffnet. Zwischen Licht und Show kurz rein, stöbern und wenn dir was gefällt: kaufen. Und natürlich auch hier: Glühwein. Mehr als trinkbar. Alle. Zum Glück.



Show am See...
Show am See...
...und Pantomime bei der Kirche.
...und Pantomime bei der Kirche.

Zwei Blicke, kein Entkommen 👀
Zwei Blicke, kein Entkommen 👀

Unterm Strich also: nicht alles hat mich komplett vom Hocker gehauen, aber gegangen bin ich trotzdem gern. Und genau darum geht’s ja eigentlich. Raus aus dem Alltag, rein ins Lichtermeer, Glühwein in der Hand, kalte Nase, Zusammensein mit Familie. Und nächstes Jahr? Bin ich ziemlich sicher wieder dabei. Vielleicht nicht wegen dem Wow. Sondern wegen dem Drumherum. Und dem Glühwein und heisser Schoggi.


Corinna




💡 Lichtfestival Luzern & Murten

Fakten, Gefühle & Fussmarsch-Empfehlungen


📍 Lichtfestival Luzern (LiLu)

Kurz & offiziell:

Ein winterliches Lichtermeer rund um Altstadt, See und Wahrzeichen. Grosszügig verteilt, international geprägt, viel Technik, viel Fläche.


Wann? 15.–25. Januar 2026, täglich 18:00–22:00 Uhr. Infos unter: https://lichtfestivalluzern.ch


Meine ganz persönliche Bilanz:

  • Beim ersten Mal: Wow!

  • Beim zweiten Mal: Ah ja, kenn ich schon – aber immer noch schön.

  • Highlights: Sonnenblumen 🌻, Riesentintenfisch 🐙 und diese Installation, bei der dein Gesicht plötzlich gross am Turm auftaucht (leicht irritierend, sehr unterhaltsam).

  • Publikumsliebling: Schreien für Licht am See. Laut. Wild. Kinder im Glück,

  • Glühwein: von „meh“ bis „bitte, schmeiss es weg“.


Unbedingt kombinieren mit:👉 Stadtbummel durch Luzern.

Brücken, Gassen, See, Bergkulisse – Luzern ist einfach eine Postkartenstadt. Tagsüber schlendern, abends Lichter schauen. Funktioniert hervorragend.


Fazit Luzern:

Gross, schön, ein bisschen weniger Wow als früher – aber als Winterabend mit Bewegung, Licht und Seeblick immer noch absolut empfehlenswert.



📍 Murten Light Festival


Kurz & offiziell:

Lichtkunst in der Altstadt, alles kompakt, alles fussläufig, alles sehr stimmungsvoll. Weniger „Bombast“, mehr Atmosphäre.


Wann? 21. Jan.–1. Feb. 2026, jeweils 18:00–22:00 Uhr. Mehr Infos unter: https://www.murtenlichtfestival.ch


Meine ganz persönliche Bilanz:

  • Heimelig, charmant, überschaubar.

  • Vogelgezwitscher von oben, Pantomime an der Kirche, Lichtshows am See, Augen, die dich verfolgen 👀 (ja wirklich).

  • Weniger Installationen als auch schon – aber die, die da sind, wirken.

  • Glühwein: durchwegs trinkbar. Teilweise sogar richtig gut. Punkt für Murten.


Unbedingt kombinieren mit:👉 Stadtbummel durch Murten.

Die Altstadt ist klein, hübsch und perfekt zum Schlendern. Zwischen zwei Lichtshows schnell in einen Laden, ans Seeufer oder einfach treiben lassen. Murten macht’s einem leicht.


Fazit Murten:

Kleiner als Luzern, ruhiger, näher. Weniger Spektakel, mehr Gefühl. Und ideal für alle, die Licht lieber gemütlich als weitflächig mögen.


🏁 Kurz gesagt:

Luzern glänzt. Murten ebenso. Beide Städte sind wunderschön, beide Festivals lassen sich perfekt mit einem Stadtbummel verbinden – und genau das macht den Reiz aus. Licht schauen, Stadt erleben, Glühwein trinken, weitergehen. Klingt ehrlich gesagt sehr nach einem Plan fürs nächste Jahr.


Kommentare


©2025 by scheissaufsalter

  • Instagram
  • Facebook
bottom of page