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Schlafzimmer renovieren: Ideen & Tipps für kleine Räume

  • Corinna
  • 24. Okt. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. März


Eine kleine Schlafzimmer-Renovation mit unerwarteter Wendung


Es war höchste Zeit, meinem Schlafzimmer wieder mal eine Rundum-Kur zu gönnen. Das alte gefiel mir einfach nicht mehr.


Denn auch wenn ich maritim mag – irgendwie war’s mir zu kühl, zu hart, zu wenig gemütlich. Ich wollte unbedingt mehr Wärme reinbringen, aber ohne dass es gleich überladen wirkt.


Das Zimmer ist ja nicht riesig, alles muss seinen Platz haben: Bett, Kommode, Kleider. Also blieb die Grundeinrichtung, wie sie war. Bett und Kommode an Ort und Stelle.


Aber die Wände – die sollten hübscher werden. Und wärmer. Aber nicht allzu warm. Wenn ihr versteht, was ich meine.



Vorher...
Vorher...
...nachher.
...nachher.


Der Plan


Mein Plan war eigentlich recht simpel: Den starken blau-weissen Kontrast mildern und das Zimmer etwas weicher wirken lassen.


Meine Ideen:


  • eine Leiste als optische Trennung zwischen oberer und unterer Wandhälfte

  • eine neue Deckenlampe

  • warme Materialien wie Holz oder Bambus

  • ein insgesamt ruhigeres Farbschema


Statt der alten silbernen Lampe wollte ich etwas mit warmem Farbton.


Mit diesen Vorgaben habe ich ChatGPT gefüttert – und schwupps, kamen jede Menge Vorschläge. Romantisches Kitsch-Zeug flog gleich raus, ich wollte stattdessen etwas, das an Luft und Frische erinnert, aber eben auch gemütlich sein sollte.



Statt Dekokissen, die am Boden vor sich hin stauben...
Statt Dekokissen, die am Boden vor sich hin stauben...
...lieber eine zusätzliche Nachttischlampe, die das Ganze etwas heimeliger macht.
...lieber eine zusätzliche Nachttischlampe, die das Ganze etwas heimeliger macht.


Am Ende gefiel mir die Idee, das knallige Blau durch ein sanfteres Blaugrün zu ersetzen, kombiniert mit einem Farbton, der an nassen Sand erinnert. Perfekt.



Der kleine Farb-Fail


Also Inventar bei meinen Malutensilien gemacht, Einkaufsliste geschrieben und ab damit in den Obi.


Erstmal die untere Hälfte in Blaugrün gestrichen, dann sollte die obere Wandhälfte an den blauen Wänden im Sandton folgen.


Die Decke blieb verschont (zum Glück, denn Decke streichen hasse ich wie die Pest – und mal ehrlich: Wer streicht schon gerne eine Decke?).


Doch beim Anbringen des 'Sand' an die Wand dachte ich nur: Was ist das braun! Sieht ja kacke (entschuldigt...) aus! - Oder wie Schokolade...




Von einem starken Farbkontrast hin zu...
Von einem starken Farbkontrast hin zu...
...einem milderen und wärmeren Farbschema. Der flauschige Teppich trägt das seinige dazu bei.
...einem milderen und wärmeren Farbschema. Der flauschige Teppich trägt das seinige dazu bei.



Improvisation mit Schwammtechnik


Was also tun? Zurück in den Obi? Noch mal Geld ausgeben? Wollte ich nicht.


Also Plan B:


  • braune Farbe (Trüffel) in einen Behälter kippen

  • etwas weisse Farbe drüberlaufen lassen

  • nicht verrührt (nicht mal Ansatzweise!)

  • mit normalem Haushaltsschwamm aufgetupft

  • hemmungslos damit die Wand beschmiert


Das Resultat war gar nicht mal so schlecht. Die Kontraste waren mir aber noch zu hart, hatte etwas von einem nassen Kuhfell und damit war's noch nicht so ganz meines.


Also weiter mit Plan B:


  • etwas Wasser in eine Schale

  • bereits benutzten Schwamm kräftig angefeuchtet

  • erneut hemmungslos damit über dieselbe Wand gewischt


Et voilà: Perfekt. Jetzt wirkte die Wand viel leichter.



Kleine Dinge, grosse Wirkung


Danach kümmerte ich mich um die Details:


  • eine Leiste als optische Trennung zwischen oberer und unterer Wandhälfte

  • eine neue Deckenlampe im Bambuslook

  • eine passende Nachttischlampe

  • und ein flauschiger Teppich vor dem Bett


Unglaublich, wie viel Gemütlichkeit allein so ein Teppich ausmacht. Gerade in kleinen Räumen sorgt er für mehr Wärme und Gemütlichkeit.


Der Gartenhag als Kettenhalterung blieb.
Der Gartenhag als Kettenhalterung blieb.


Mein eigenes Wandbild


Jetzt fehlte nur noch ein Bild. Das erste, das ich mir aussuchte, war zu klein und farblich zu hart. Also kurzerhand selbst Hand angelegt:


  • Leinwand im Obi besorgt

  • mit stark verdünnter Blaugrün-Farbe bemalt,

  • ein paar Striche drauf,

  • gesammelte Kiesel arrangiert

  • Schnäbel und Krallen aufgemalt

  • mit ein paar Federn ergänzt


Et voilà: fertig war mein ganz persönliches Kunstwerk.

Nichts geht über selbstgemachte Kunst...und Kieselsteine aus dem Vorgarten 😉
Nichts geht über selbstgemachte Kunst...und Kieselsteine aus dem Vorgarten 😉



Das Ergebnis


Und das Ergebnis? Mir gefällt’s – und wie! Viel gemütlicher als vorher, ohne überladen zu sein. Der Teppich bringt sofort Gemütlichkeit, die Lampen setzen Akzente, und plötzlich fühlt sich das Zimmer nicht mehr wie ein maritimer Kühlschrank an, sondern wie ein richtiger Wohlfühlort.


Manchmal braucht’s wirklich nicht viel, um etwas zu verändern. Man muss nur anfangen – und eine Idee haben. Und selbst, wenn es in der Umsetzung nicht gleich rund läuft: nicht aufgeben, kreativ sein und einfach mal machen.


Corinna


Einrichtungstipps für kleine Zimmer – meine persönliche Note


  • Nicht überladen – kleine Räume brauchen Luft. Alles, was unnötig ist, raus damit.


  • Keine wuchtigen Möbel – sonst wirkt’s schnell wie ein Möbellager. Lieber leicht & funktional. Denn gerade beim Renovieren von kleinen Schlafzimmern lohnt es sich mit Licht und Farben zu spielen statt vielen Möbeln.


  • Mut zur Farbe – egal ob hell oder dunkel. Hauptsache, es passt zu deinem Wohlgefühl.


  • Gesamtkonzept – ein roter Faden macht den Raum stimmig, statt kunterbunt durcheinander.


  • Weniger ist mehr – beschränk dich auf das, was du wirklich brauchst.👉 bei mir: Kleider, die ich oft trage, ein Buch...und ein stabiles Kissen, damit ich im Bett lesen kann.


  • Gefühl festlegen – was soll der Raum ausstrahlen? Bei mir: Leichtigkeit, Gemütlichkeit, Luft.Bei anderen vielleicht: Rückzugshöhle – dann darf’s auch dunkler sein.


  • Zur richtigen Farbe greifen – nicht wie ich „Kiesel“ mit „Trüffel“ verwechseln. Aber: Solche Fails bringen manchmal kreative Lösungen hervor.


  • Eigenes Bild gestalten – wenn du nichts Passendes findest, mach dein eigenes! Leinwand, Farbe, ein paar Materialien – fertig ist dein Unikat.


  • Qualität lohnt sich – gute Farbe kaufen. Billige Farbe bedeutet: dieselbe Wand mehrmals streichen. Und das macht echt keinen Spass. Ich sprech da aus Erfahrung 😉.

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