top of page

Thun Ausflug: Wasserzauber, Herbstlaub und eine Stadt zum Verlieben

17. Okt. 2025
7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. Aug.


📍 Ort / Region: Thun, Kanton Bern / Berner Oberland


Start: Bahnhof Thun / Schlossparking

Ziel: Altstadt / Aareufer

Distanz: je nach Route und individuellen Abstechern

Dauer: eignet sich als Halbtages - und Ganztagesausflug


Beste Reisezeit: Ganzjährig, besonders schön im Herbst mit buntem Laub und Alpenpanorama


Anreise ÖV:

Mit dem Zug nach Thun Bahnhof. Von dort ist die Altstadt in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar.


Anreise Auto:

Das Schlossparking Thun liegt zentral zwischen Schloss und Altstadt. Von dort bestehen kurze Wege in die Altstadt und zum Schloss.


Wasserzauber:

Der Thuner Wasserzauber findet 2026 vom 25. September bis 25. Oktober statt. Die Wassershow verbindet Wasser, Licht und Musik und findet auf der Aare statt.


Einkehr unterwegs:In der Thuner Altstadt sowie entlang der Aare gibt es zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars.


Weitere Informationen:



Thun entdecken: Eine der schönsten Städte der Schweiz


Thuner Altstadt mit Blick auf das Schloss.
Thuner Altstadt mit Blick auf das Schloss.

Thun. Diese Stadt ist so schön, dass man kurz vergisst, dass es da draussen noch andere Städte gibt.


Vielleicht ist Thun sogar die schönste Stadt der Schweiz. Luzern klammere ich jetzt vorsichtshalber aus – man will sich ja nicht gleich mit einer ganzen Stadt anlegen. 😉


Für mich ist ein Ausflug nach Thun jedenfalls immer eine gute Idee.


Eine wunderschöne Altstadt, die Aare mitten durch die Stadt, das Schloss hoch oben, der Thunersee und dazu der Niesen, der sich so markant ins Panorama stellt, als hätte er dafür extra einen Termin bekommen.


Und im Herbst?

Da legt Thun noch einmal eine Schippe drauf.


Buntes Laub, klare Luft, die ersten Schneeflecken auf den Bergen und dieses milde Herbstlicht, an dem ich mich nie satt sehen kann.


Dazu der Thuner Wasserzauber am Abend.


Also habe ich meiner Freundin geschrieben:

„Lust auf Wasserzauber in Thun?“


Sie:

„Ja, aber wenn, dann das volle Programm!“


Das klang harmloser, als es dann war denn es bedeutete: Nachmittag in Thun, Altstadt, Lädele, Aussicht, Kaffee, Essen – und am Abend dann der grosse Zauber auf dem Wasser.


Na dann.



Thun Altstadt: Bummeln, staunen und einfach treiben lassen


Verschiedene Wege führen hoch und runter in die Altstadt.
Verschiedene Wege führen hoch und runter in die Altstadt.
Dabei könnt ich auch versteckte Ecken in Thun entdecken.
Dabei könnt ich auch versteckte Ecken in Thun entdecken.

Wir stellten das Auto ins Schlossparking.

Beste Lage, bester Lift.


Und genau hier kommt eine der grossen Errungenschaften des Älterwerdens ins Spiel: Man weiss inzwischen, wo man seine Energie sinnvoll einsetzen möchte.


Treppensteigen?

Eher nicht.


Lädele?

Unbedingt.


Also ab in den Lift.


Warum sollte man seine Kräfte schon am Anfang des Tages auf Treppen verpulvern, wenn man sie später noch für weit wichtigere Dinge braucht?


Zum Beispiel für zehn Geschäfte. Oder zwölf. Oder den Cappuccino.


Jedenfalls ging es zunächst hinunter in die Altstadt.


Strahlender Sonnenschein, Aare in Sicht – und schon war klar: Hier lässt es sich aushalten.


Die Thuner Altstadt ist nicht riesig, aber genau das finde ich so angenehm. Man muss keinen Stadtplan studieren und auch keinen persönlichen Geschwindigkeitsrekord aufstellen.


Einfach loslaufen.


Eine Gasse hier, eine Treppe dort, ein hübsches Haus, ein kleines Lädeli – und plötzlich steht man wieder an der Aare.


Das erinnert mich ein bisschen an meinen Ausflug nach Olten. Auch dort haben mich Altstadt und Aare überrascht – allerdings auf eine ganz andere Art. Während Thun mit Alpenpanorama und Schloss ziemlich dick aufträgt, punktet Olten eher mit seiner kleinen, gemütlichen Altstadt und der alten Holzbrücke.



Die wagemutigen Surfer, die, angebunden an ein Seil, auf der Aareströmung reiten, faszinieren mich immer wieder.
Die wagemutigen Surfer, die, angebunden an ein Seil, auf der Aareströmung reiten, faszinieren mich immer wieder.

Dazwischen immer wieder Wasser.


Und natürlich die Surfer, die sich auf der Aare austoben. Während wir daneben gemütlich spazierten.


Jeder macht halt das, was er am besten kann.



Schloss Thun und der Niesen: Aussicht mit Postkartenfaktor


Schloss Thun im Farbenrausch.
Schloss Thun im Farbenrausch.

Über der Stadt thront das Schloss.


Es sieht ein bisschen aus wie eine Königin, die dort oben sitzt und zufrieden auf ihr Reich hinunterblickt.


Und man muss sagen: Sie hat sich einen ziemlich guten Platz ausgesucht.


Von oben gibt es Kunst, Geschichte und vor allem eine Aussicht, bei der man ziemlich schnell versteht, warum Thun so beliebt ist.


  • Altstadt.

  • Aare.

  • Thunersee.

  • Alpen.

  • Und natürlich der Niesen.


Wenn der Niesen zur Kunst wird.
Wenn der Niesen zur Kunst wird.

Der steht da so auffällig herum, dass man ihn beim besten Willen nicht übersehen kann.


Wenn sich das Laub rund um das Schloss verfärbt und die Berge im Hintergrund bereits die ersten weissen 'Hüübli' tragen, ist das Panorama einfach grandios.


Thun im Herbst hat einfach was. Warme Farben, klare Luft, von weitem bereits der erste Schnee und ganz wichtig: Keine sommerliche Hektik mehr. Nur noch schauen und geniessen.



Cappuccino-Pause: Man muss die schönen Dinge schliesslich geniessen


Schliesslich kam, was kommen musste: Kaffee.

Also setzten wir uns hin und bestellten Cappuccino.


Der erste war so gut, dass ich beim cremigen Schaum fast dahingeschmolzen wäre.

Und weil wir gerade so schön dabei waren, gab es noch einen zweiten.


Man soll die guten Dinge im Leben schliesslich nicht unnötig rationieren.

Ausserdem entwickelt man mit der Zeit eine gewisse Gelassenheit.


Früher hätten wir vielleicht gesagt:

„Wir müssen weiter, wir wollen noch zum Schloss.“


Heute:

„Das Schloss steht morgen auch noch da.“


Und so sassen wir da, schauten aufs Wasser und genossen einfach den Moment.


Genau das gefällt mir an Thun.

Die Stadt wirkt lebendig, aber nicht hektisch. Man kann etwas unternehmen, muss aber nicht. Man kann durch die Altstadt schlendern, irgendwo 'käffele', den Leuten zuschauen oder einfach am Wasser sitzen.


Thun hat keinen Stress. Und irgendwie steckt das an.



Lädele in Thun: Wir wollten eigentlich nichts kaufen


Lädele in den schönen Gassen von Thun.
Lädele in den schönen Gassen von Thun.
Auch versteckte Kellerlädeli oder Bars und Restaurants gilt es zu entdecken.
Auch versteckte Kellerlädeli oder Bars und Restaurants gilt es zu entdecken.

Nach der Kaffeepause ging es ans Lädele.

Schöne Dinge gab es überall.


Wir waren allerdings beide gerade fest entschlossen, weniger zu kaufen.


Unser Motto: „Weniger ist mehr.“


Also bestaunten wir alles, fanden vieles toll und kauften: Nichts. Das lief ja mal erstaunlich gut mit unseren Vorsätzen.


Bis wir beim Buchladen standen. Eine Stunde später kamen wir wieder heraus.

Mit einem Stapel Bücher.


Minimalismus, Tschüss.


Aber Bücher sind ja keine Konsumware. Das ist Bildung.

Und Bildung darf man schliesslich immer kaufen.


Und falls ihr Drogeriemärkte liebt: Der Müller in Thun ist im XXL-Format unterwegs.

Da kann man ebenfalls locker einen ganzen Nachmittag verbringen.

Auch wenn man eigentlich nur kurz etwas holen wollte.



Thun im Herbst: Wenn die Stadt noch schöner wird


Ausblick auf Thun, die Aare, Thunersee, die verschneiten Berge und rechts den Niesen.
Ausblick auf Thun, die Aare, Thunersee, die verschneiten Berge und rechts den Niesen.

Nach einem kurzen Zwischenstopp beim Auto – Einkäufe deponieren, sehr praktisch – ging es diesmal hoch zum Schloss.


Und jetzt zeigte sich Thun auch von oben von seiner schönsten Seite.


Herbstlaub, Sonne und im Hintergrund die schneebedeckten Alpen.


Ich finde, Thun im Herbst hat einen ganz besonderen Zauber.


Die Stadt wirkt ruhiger, die Farben leuchten, der See und dahinter die Berge: was könnte einem hier nicht gefallen?


Dazu die Aare, die sich durch die Stadt schlängelt.

Und immer wieder der Niesen.


Man kann eigentlich kaum irgendwo hinschauen, ohne dass eine ziemlich perfekte Kulisse auftaucht.


Und das Schöne ist: Man muss dafür gar nicht auf eine grosse Wanderung.

Einfach durch die Stadt laufen reicht.



Pizza an der Aare: So darf ein Ausflugstag enden


Nach dem Schloss ging es wieder hinunter. Diesmal ans Aareufer zur Pizzeria.


Pizza, Wasser und Menschen, die vorbeiziehen.

Wir sassen da und schauten dem Treiben zu.


Eigentlich ist das genau mein Ding.

Nicht ständig irgendwohin müssen.

Nicht dauernd etwas abhaken.

Einfach sitzen, essen und das Leben beobachten.


Und während wir da sassen, wurde es langsam Abend.

19.30 Uhr rückte näher.


Zeit für den Grund, warum wir überhaupt den ganzen Nachmittag in Thun verbracht hatten: Der Wasserzauber.



Thuner Wasserzauber: Wenn die Aare zur Bühne wird


Kurz vor Beginn des Thuner Wasserzaubers an der Aare.
Kurz vor Beginn des Thuner Wasserzaubers an der Aare.

Wir standen da. Gespannt, leicht fröstelnd und irgendwie wirkte das Ganze beim Eindunkeln romantisch.


Dann kam der Nebel. Ein paar Lichter.

Und plötzlich schallte laut über das Wasser:

„…wird präsentiert von …“


Wir schauten uns an. Werbung. Auf. Dem. Wasser. Zehn Minuten lang.


Ich bin mir ziemlich sicher, dass irgendwo in Thun gerade ein Marketingchef eine kleine Träne der Rührung verdrückt hat.


Nun denn.


Heute geht scheinbar nichts mehr ohne Sponsoring.

Nicht einmal Magie.


Wasserzauber in Aktion...
Wasserzauber in Aktion...
... ein Spektakel mit Musik und Farben.
... ein Spektakel mit Musik und Farben.

Aber dann ging es los.


Und tatsächlich: Der Thuner Wasserzauber war richtig schön.

Nebel, Licht, Musik und Wasser wurden zu einer einzigen Show. Die Aare verwandelte sich in eine Bühne und plötzlich war das ganze Drumherum vergessen.


Es war eindrücklich. Es war stimmungsvoll.

Und es war genau der richtige Abschluss für unseren Thun-Ausflug.



Mein Fazit: Thun ist einfach schön



Die Stadtkirche, in der Nähe von Schloss Thun und dem Schlossparking.
Die Stadtkirche, in der Nähe von Schloss Thun und dem Schlossparking.
Selbst über den Dächern von Thun ist der Niesen zu sehen.
Selbst über den Dächern von Thun ist der Niesen zu sehen.

Manchmal braucht es gar nicht viel für einen richtig gelungenen Tag:


  • Ein bisschen Sonne.

  • Eine wunderschöne Altstadt.

  • Herbstlaub.

  • Eine Prise Alpen.

  • Den Niesen.

  • Zwei Cappuccinos – mindestens.

  • Einen Stapel Bücher, den man eigentlich gar nicht kaufen wollte.

  • Eine Pizza an der Aare.

  • Und am Abend eine Wassershow.


Thun hat das alles.


Was mir besonders gefällt, ist diese entspannte Atmosphäre. Man kann durch die Stadt bummeln, einkaufen, die Aussicht geniessen, essen oder einfach irgendwo sitzen und aufs Wasser schauen.


Nichts muss. Alles kann.

Und genau deshalb fühlt sich ein Tag in Thun so angenehm an.


Also: Fahr hin und lass dich ein bisschen treiben.


Und falls du beim Wasserzauber sitzt und wieder dieser Satz kommt:

„…wird präsentiert von …“


Dann grüss den Marketingchef von mir.

Er hat schliesslich dafür gesorgt, dass selbst die Aare heute einen Sponsor hat. 😉



Corinna



💙 Mein Thun-Fazit


🌊 Aare:

Wasser, Surfer und mittendrin wir. Die Surfer sportlich, wir eher dekorativ.


🏰 Schloss & Aussicht:

Thun hat bei der Landschaftsauswahl wirklich nicht geknausert. Schloss, See, Alpen und der Niesen – alles da.


🍂 Herbst:

Buntes Laub und verschneite Berge. Die Schweiz hat sich mal wieder ordentlich ins Zeug gelegt.


Kaffee:

Einer wäre vernünftig gewesen. Zwei waren pure Lebensfreude.


📚 Lädele:

„Wir kaufen nichts.“ Der Buchladen: „Ach wirklich?“ Eine Stunde später: Bücher im Sack. Vorsatz erledigt. 😉


💦 Wasserzauber:

Wunderschön – wenn man die kleine Sponsoren-Werbung auf dem Wasser als Teil des Programms betrachtet. 😇


❤️ Fazit:

Thun ist herrlich entspannt, wunderschön und eindeutig gefährlich für gute Vorsätze.


Wir kommen wieder. Aber diesmal nehmen wir einen grösseren Büchersack mit. 😄
















Kommentare


©2025 by scheissaufsalter

  • Instagram
  • Facebook
bottom of page