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Winterliche Rundwanderung von Mariastein zur Rotberg

Route: Mariastein - Rotberg - Mariastein

Dauer: 2 - 2 1/2 Stunden

Strecke: ca. 8 - 9 km

Höhenmeter: ca. 100 - 150 hm


Nun, da die Feiertage rum sind, das letzte Guetzli-Brösmeli verputzt, Apéros und sonstige (un)sinnstiftende Getränke restlos vernichtet und das Sofa ausreichend getestet wurde, stellt sich die alles entscheidende Frage: Was braucht der Körper jetzt? Richtig. Bewegung. Frische Luft.Und vielleicht ein bisschen

Selbstüberwindung.


Aber keine Sorge – es muss nicht gleich eine schweisstreibende Bergtour mit grossem Schweissverlust und Gipfelkreuz sein. Nein, manchmal reicht schon eine harmlose und gemütliche zweistündige Rundwanderung durch die winterliche Landschaft rund um Mariastein. Klingt einfach. Ist es auch.


Also kommt mit – meiner Schwester und mir hinterher. Zwei älteren Damen, bergerprobt, grundsätzlich fit …und dennoch brachten uns die Stufen am Ende der Wanderung tatsächlich ins Schwitzen.


Startpunkt beim Kloster.
Startpunkt beim Kloster.

Gestartet sind wir am späteren Vormittag beim Kloster Mariastein, nach Einsiedeln der wichtigste Wallfahrtsort der Schweiz. Einer Legende zufolge stürzte im 14. Jahrhundert ein Hirtenkind den Felsen hinunter, wurde aber später von seiner Mutter unverletzt im Dorf vorgefunden. Er erzählte, dass er von einer Frau aufgefangen wurde. Der Vater des Kindes kam zur Überzeugung, dass es sich dabei nur um die Mutter Maria handeln konnte und liess eine natürliche Felsenhöhle ihr zu Ehren zur Kapelle ausbauen. Ab dem 17. Jahrhundert übernahmen Benediktiner die Führung der Wallfahrtsstätte und sie entwickelte sich zu einem Kloster, welches heutzutage von vielen Pilgern aufgesucht wird. Als wir dort waren, fand gerade eine Messe statt, deshalb habe ich euch leider keine Bilder vom Inneren.


Die St. Anna Kapelle, links von euch aus gesehen liegt Mariastein, rechts Flüh und die Ruine Landskron.
Die St. Anna Kapelle, links von euch aus gesehen liegt Mariastein, rechts Flüh und die Ruine Landskron.

Also schulterten wir unsere Rucksäcke und machten uns über den Paradiesweg auf den Weg zum Heulenhof, bogen dort rechts ab in Richtung St. Anna Kapelle und genossen dabei zu unserer Rechten den Ausblick auf Mariastein und Metzerlen, zur Linken die Aussicht auf Flüh und zur Ruine Landskron.


Aussicht aufs Kloster.
Aussicht aufs Kloster.
Die Hauptstrasse, die nach Metzerlen führt.
Die Hauptstrasse, die nach Metzerlen führt.
Die Sternwarte von Metzerlen.
Die Sternwarte von Metzerlen.

Nachdem wir genug gesehen hatten, machten wir uns wieder auf den Weg nach oben zum Heulenhof, liefen weiter auf einem Waldpfad Richtung Metzerlen. Kurz vor dem Ortseingang überquerten wir die Hauptstrasse, die Mariastein mit Metzerlen verbindet und konnten schon von weitem die Sternwarte von Metzerlen erkennen. Diese ist sowas wie ein kleiner Aussichtspunkt in der Landschaft.


Die Burg Rotberg.
Die Burg Rotberg.


Kurz vor Erreichen der Burg...
Kurz vor Erreichen der Burg...
...und im Innenhof.
...und im Innenhof.

Dem Weg folgend erreicht ihr bald die Burg Rotberg. Die Burg Rotberg wird erstmals im Jahr 1311 urkundlich erwähnt und entstand mutmasslich schon rund 60 Jahre früher im Auftrag des Bischofs von Basel. Später gehörte sie verschiedenen Adelsfamilien, bevor sie von 1933 - 1935 restauriert wurde und seither als Jugendherberge genutzt wird. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir in der Primarschule einen sogenannten 'Zwei-Täger' machten und dort übernachteten. Ich fands einfach toll in der Burg.


Über 150 Stufen führt ein Pfad hinauf zur Burg – eine perfekte Gelegenheit für ein kleines Workout und eine herrliche Rundumsicht über die winterliche Landschaft.

Nach einer kurzen Pause und Blick über die teils vereisten Hügel machten wir uns auf den Rückweg. Der Pfad schlängelt sich durch stille Wälder und offene Felder zurück nach Mariastein – immer begleitet von dieser klaren Winterluft und dem Gefühl, den Kopf wieder freier zu haben.


Aussicht von der Burg.
Aussicht von der Burg.

Wie gesagt, es muss nicht immer gleich eine Bergtour sein, oder wie seht ihr das?


Bis zum nächsten Mal


Corinna


🟨 Winterwanderung mit Stil (und gelegentlichem Schnaufen)


👣 Strecke: ca. 8–9 km


⏱️ Dauer: 2–2½ Stunden (je nach Foto-, Schnauf- & „Weisst-du-noch?“-Pausen)


⛰️ Höhenmeter: ca. 100 - 150 hm – fühlt sich bei den Treppen aber an wie 300, ist aber gut fürs Ego


🥾 Schwierigkeit: leicht bis moderat


🔥 Kalorienverbrauch: mehr als Raclette, weniger als Fondue mit Nachschlag


🥶 Temperaturgefühl: Start: „Ach, gar nicht so kalt.“ Nach 20 Min: „Warum hab ich diese Jacke an?!“ Pause: „ZIIIIIPPP!“


😮‍💨 Atemfrequenz: Meistens normal – ausser bei den 150 Stufen zur Burg 😅


📸 Fototauglichkeit: Aussicht top ✔️Selfies nach den Stufen: eher so mittel 😜


🧠 Mentale Wirkung: ✔ Kopf frei✔ Stimmung besser✔ Beweis erbracht: Man kann’s noch 💪


👵👵 Geeignet für: Alle, die fit sind, sich fit fühlen oder sich unterwegs wieder daran erinnern wollen


📝 Fazit: Keine Bergtour. Kein Leistungsdruck. Aber ganz viel Bewegung, Luft und Aussichten💥

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