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Meine persönliche Erstbesteigung auf den Grenzacher Hornfelsen

5. Juli 2024
5 Min. Lesezeit

📍 Hornfelsen, Grenzach-Wyhlen, bei Basel


Dauer: ca. 1–1,5 Stunden

Distanz: ca. 3–4 km

Höhenmeter: ca. 70–100 hm

Schwierigkeit: leicht

Start/Ziel: Friedhof Hörnli, Basel

ÖV: Buslinien 31 oder 34 bis Hörnli-Friedhof

Auto: Parkplätze direkt vor dem Friedhof oder im Friedhof selbst



Wanderung über den Friedhof Hörnli in Basel zum Grenzacher Hornfelsen


Die Wanderung des Grenzacher Hornfelsen ist wohl eine der bekanntesten in der Umgebung von Basel und führt unter anderem über den grössten Friedhof der Schweiz, dem Hörnli.


Aber hab ich jemals etwas vom Grenzacher Hornfelsen gehört? Ähh...nöö, niemals! Dabei lebe ich bereits seit 58 Jahren in der Umgebung von Basel, bin sogar dort aufgewachsen, aber jä nu...


Wenn du weitere einfache Touren in der Region suchst, findest du hier eine Übersicht 👉 Einfache Wanderungen im Baselland


Blick von der Kraftwerkinsel in Birsfelden zum Hornfelsen in Grenzach.
Blick von der Kraftwerkinsel in Birsfelden zum Hornfelsen in Grenzach.

Also kurz gegoogelt und welche Überaschung: er liegt bei mir ums Eck. Also nichts wie hin.


Kurz die Wanderroute im Internet gesucht und dann hiess es: Losstiefeln. Also in meinem Fall eher: Losgebirkenstockt. Denn: Wärme, trocken, schönes Wetter = Birkenstock. Ihr versteht, was ich meine.



Eingang und Einfahrt zum Friedhof Hörnli in Basel. Hier könnt ihr tatsächlich mit dem Auto reinfahren und auf einer Zwischenebene parkieren.
Eingang und Einfahrt zum Friedhof Hörnli in Basel, dem grössten Friedhof der Schweiz. Hier könnt ihr auch tatsächlich mit dem Auto reinfahren und auf einer Zwischenebene parkieren.

Start am Friedhof Hörnli – und der fast geheime Ausgang


Gestartet bin ich:


  • Beim Parkplatz vor dem Friedhof Hörnli

  • Quer durch den Friedhof gelaufen

  • Dabei die Gräber bestaunt

  • Die Bepflanzungen bewundert

  • Die Stille realisiert



Schliesslich versperrte mir ein grosses Tor den weiteren Weg. Doch wie weiter? Ich hab am Tor gerüttelt, eine Türfalle oder zumindest einen Schieber gesucht. Erfolglos. Und sah schliesslich die Tür neben dem Tor.


Vom Friedhof Hörnli direkt. in den Wald


Wenige Schritte später stand ich auf der Strasse hinter dem Friedhof, ging weiter und betrat den hinteren Teil vom Hörnli.


Hier bestaunte ich:


  • Weitere Gräber

  • Die unfassbare Grösse des Friedhofes (der grösste der Schweiz)

  • Einen Teich, in dem die Frösche munter quakten

  • Und stand kurz darauf im Wald


Spoiler: wäre ich nach der Türe gleich rechts der Strasse gefolgt, hätte ich mir manchen Umweg gespart.


Rechts neben dem Tor seht ihr die Türe. Einmal über die Strasse und schon seit ihr im hinteren Teil des Friedhofes.
Rechts neben dem Tor seht ihr die Türe. Einmal über die Strasse und schon seit ihr im hinteren Teil des Friedhofes.

Nach dem Fröschequaken folgten im Wald Kindergelächter und noch mehr Kinder. Und ich wunderte mich darüber, dass ich die Gegend einfach nicht kannte.


Und dann: war ich auf einmal ganz alleine in diesem dichten Wald. Die Richtung grob im Kopf lief ich stur weiter auf dem Weg, traf irgendwann auf eine Försterin, die antwortete: "Jo, jo, des isch scho richtig."


Wald, Wald und nochmals Wald. Und mittendrin die Landesgrenze...
Wald, Wald und nochmals Wald. Und mittendrin die Landesgrenze...


Der Mini-Abenteuer-Weg & Mountainbike-Trail-Fail


Irgendwie zog sich der Weg hin, doch auf einmal ein Lichtblick: ein schmaler Pfad, der sich durch die Büsche quer nach oben wand. Und clever wie ich bin, dachte ich nur: Abkürzung!


Also bin ich losgekraxelt und stellte dabei fest:


  • Es wird unwegsam

  • Die Büsche immer dichter

  • Birkenstock und Wurzelweg? Keine gute Kombination

  • Weshalb kommt mir hier ein Mountainbiker entgegen?

  • Warum tippt er sich an die Stirn?


Ihr habt es bestimmt schon bemerkt: da war nix mit Abkürzung, das war ein Mountainbike Trail 🤦‍♀️. War wohl nicht weit her mit meiner Cleverness...


Schliesslich kam ich an eine Kreuzung, eine Waldweg-Kreuzung und endlich war mein Ziel auch mal angeschrieben.




Endlich am Ziel: Hornfelsen & Aussicht auf Basel


Weiter gings auf normalen Waldwegen und endlich hab ich ihn erreicht. Dem Hornfelsen.


Nebst Aussicht gibts dort eine Hütte, Grillstelle und 'Liegestühle'.


Und ein paar Senioren-Wandertruppen, die ebenfalls die Aussicht genossen. Ausgestattet mit Wanderschuhen.


Endlich am Ziel angekommen.
Endlich am Ziel angekommen.


Chillen mit Aussicht auf Basel.
Chillen mit Aussicht auf Basel.

Da ist sie: die Aussicht auf Basel. Und auf die Kraftwerkinsel Birsfelden.
Da ist sie: die Aussicht auf Basel. Und auf die Kraftwerkinsel Birsfelden.


Die Sicht auf Basel und die Kraftwerkinsel Birsfelden ist tatsächlich mal eine andere, denn wo sonst, als auf dem Riesenrad an der Herbstmesse, dem Münsterturm oder wenigen andereren Orten, sieht man weit über die Dächer von Basel hinaus.


Weitere Wanderungen mit schöner Aussicht findest du hier 👉 Schöne Touren im Baselland



Ausblick auf Roche-Türme und Basel


Markant sind natürlich die Roche-Türme, Basel ist eben eine Chemie-Stadt. Doch gefallen hat mir vor allem der Blick auf die Kraftwerk Insel Birsfelden, da dies vor Jahren mal ein Teil meines Arbeitsweges mit dem Velo war und Erinnerungen in mir hervorrief.



Die Höhenmeter-Illusion


Aussicht genossen, runter vom Hügel und einen kurzen Abstecher zu meiner Schwester gemacht.


Dort erzählte ich ihr von meiner sensationellen 'Entdeckung' des Hornfelsen.


"Ach, den meinst du?" Natürlich war sie schon dort oben, aber im Gegensatz zu mir, liess sie sich dort hoch chauffieren.


Karte meiner Wanderung...(Quelle Schweiz Mobil)
Karte meiner Wanderung...(Quelle Schweiz Mobil)

 So hatte ich immerhin die Genugtuung meines beschwerlichen Aufstiegs.


"Das waren mindestens 300 Höhenmeter, die ich hingelegt habe. War überhaupt nicht schlimm."


Dazu solltet ihr vielleicht wissen, dass ich meine Schwester versuche zu überreden, mit mir den Simplonweg zu gehen, eine Mehrtageswanderung, bei der insgesamt etwa 1'300 Höhenmeter zu bewältigen sind.


Und während ich weiter von unserer bevorstehenden Simplon-Wanderung schwärmte, schaute mich meine Schwester schräg an und meinte nach kurzem Blick auf ihr Handy:


"Schwesterchen, du redest hier von etwa 70 Höhenmetern auf den Felsen!"


Tja, so ging sie dahin, meine Illusion von der Bewältigung etlicher Höhenmeter. Aber ein paar waren es dann doch. Immerhin. Werd ich wohl noch etwas üben müssen für den Simplonpass...


Bis dahin halte ich mich lieber an einfachere Touren – wenn du auch solche suchst, findest du hier meine Übersicht 👉 Einfache Wanderungen im Baselbiet



Fazit der Hornfelsen-Wanderung


Die Wanderung zum Hornfelsen ist kurz, überschaubar und überraschend abwechslungsreich – perfekt für einen halben Vormittag voller Entdeckungen.


Zwischen Friedhofsstille, Waldwegen, Mountainbike-Trail-Fails und der Aussicht auf Basel merkt man kaum, wie schnell die Zeit vergeht.


Und nun werd ich mich von dieser Bergbesteigung erst mal erholen.


Corinna




🥾😅 Abenteuer – oder: „Wie ich beinahe den Mount Everest bei Basel bestieg.“



🤷‍♀️ 58 Jahre Baslerin – noch nie vom Hornfelsen gehört. Der Felsen? Existiert. Sogar mit Aussicht. Ich? Komplett überrascht.


👻 Start am Friedhof Hörnli – grösster Friedhof der Schweiz. Klingt nach Gruselwanderung, war aber nur der Umweg zur geheimen Tür rechts vom Tor. (Kleiner Tipp: Tür drücken, nicht am Gitter rütteln!)


🩴 Schuhe? Klar! Ich dachte: „Wanderweg = Promenade mit Aussicht.“ Ja… nein. Birkenstocks waren modisch, aber bergtauglich? Eher nicht.


🐸 Verirrung im Wald: Frösche quaken, Kindergeschrei hallt durch die Bäume, und plötzlich steht da eine Försterin: „Du bisch scho richtig.“ – Danke, ich fühlte mich bestätigt.


🚵‍♂️ Abkürzung entdeckt! Dachte ich. Tatsächlich ein Mountainbike-Trail. Fast umgesäbelt, gelernt: Cleverness ignoriert Höhenunterschiede gnadenlos.


👵🏻 Oben angekommen: Grillstelle, Hütte, Liegestühle – und Senioren-Wandertruppen in Wanderschuhen, so richtigen. Und ja, ich weiss...


🚲 Aussicht: Basel von oben. Roche-Türme, Kraftwerkinsel, Erinnerungen an alte Velotage.


🫠 Besuch bei der Schwester: Ich schwärmte: „300 Höhenmeter, locker!“ Sie schaute nur trocken: „Es waren 70.“ Tja, manchmal wird die Story eben ein bisschen länger erzählt.


😂 Karte der Wanderung: Alles auf befestigten Wegen, aber ich spürte es anders.


😄 Fazit: Hornfelsen – episch unterschätzt, leicht überschätzt, aber absolut empfehlenswert. Nächstes Mal vielleicht doch Wanderschuhe statt Wellness-Schlappen.



☕🥨 Wo essen nach der Wanderung?


Einfach ein Café in Basel, Riehen oder Grenzach... oder direkt Schwester besuchen 😉 – je nachdem, wie hungrig oder abenteuerlustig ihr seid.



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