Meine persönliche Erstbesteigung auf den Grenzacher Hornfelsen
📍 Hornfelsen, Grenzach-Wyhlen, bei Basel
Dauer: ca. 1–1,5 Stunden
Distanz: ca. 3–4 km
Höhenmeter: ca. 70–100 hm
Schwierigkeit: leicht
Start/Ziel: Friedhof Hörnli, Basel
ÖV: Buslinien 31 oder 34 bis Hörnli-Friedhof
Auto: Parkplätze direkt vor dem Friedhof oder im Friedhof selbst
Wanderung über den Friedhof Hörnli in Basel zum Grenzacher Hornfelsen
Die Wanderung des Grenzacher Hornfelsen ist wohl eine der bekanntesten in der Umgebung von Basel und führt unter anderem über den grössten Friedhof der Schweiz, dem Hörnli.
Aber hab ich jemals etwas vom Grenzacher Hornfelsen gehört? Ähh...nöö, niemals! Dabei lebe ich bereits seit 58 Jahren in der Umgebung von Basel, bin sogar dort aufgewachsen, aber jä nu...
Wenn du weitere einfache Touren in der Region suchst, findest du hier eine Übersicht 👉 Einfache Wanderungen im Baselland

Also kurz gegoogelt und welche Überaschung: er liegt bei mir ums Eck. Also nichts wie hin.
Kurz die Wanderroute im Internet gesucht und dann hiess es: Losstiefeln. Also in meinem Fall eher: Losgebirkenstockt. Denn: Wärme, trocken, schönes Wetter = Birkenstock. Ihr versteht, was ich meine.

Start am Friedhof Hörnli – und der fast geheime Ausgang
Gestartet bin ich:
Beim Parkplatz vor dem Friedhof Hörnli
Quer durch den Friedhof gelaufen
Dabei die Gräber bestaunt
Die Bepflanzungen bewundert
Die Stille realisiert
Schliesslich versperrte mir ein grosses Tor den weiteren Weg. Doch wie weiter? Ich hab am Tor gerüttelt, eine Türfalle oder zumindest einen Schieber gesucht. Erfolglos. Und sah schliesslich die Tür neben dem Tor.
Vom Friedhof Hörnli direkt. in den Wald
Wenige Schritte später stand ich auf der Strasse hinter dem Friedhof, ging weiter und betrat den hinteren Teil vom Hörnli.
Hier bestaunte ich:
Weitere Gräber
Die unfassbare Grösse des Friedhofes (der grösste der Schweiz)
Einen Teich, in dem die Frösche munter quakten
Und stand kurz darauf im Wald
Spoiler: wäre ich nach der Türe gleich rechts der Strasse gefolgt, hätte ich mir manchen Umweg gespart.

Nach dem Fröschequaken folgten im Wald Kindergelächter und noch mehr Kinder. Und ich wunderte mich darüber, dass ich die Gegend einfach nicht kannte.
Und dann: war ich auf einmal ganz alleine in diesem dichten Wald. Die Richtung grob im Kopf lief ich stur weiter auf dem Weg, traf irgendwann auf eine Försterin, die antwortete: "Jo, jo, des isch scho richtig."

Der Mini-Abenteuer-Weg & Mountainbike-Trail-Fail
Irgendwie zog sich der Weg hin, doch auf einmal ein Lichtblick: ein schmaler Pfad, der sich durch die Büsche quer nach oben wand. Und clever wie ich bin, dachte ich nur: Abkürzung!
Also bin ich losgekraxelt und stellte dabei fest:
Es wird unwegsam
Die Büsche immer dichter
Birkenstock und Wurzelweg? Keine gute Kombination
Weshalb kommt mir hier ein Mountainbiker entgegen?
Warum tippt er sich an die Stirn?
Ihr habt es bestimmt schon bemerkt: da war nix mit Abkürzung, das war ein Mountainbike Trail 🤦♀️. War wohl nicht weit her mit meiner Cleverness...
Schliesslich kam ich an eine Kreuzung, eine Waldweg-Kreuzung und endlich war mein Ziel auch mal angeschrieben.

Endlich am Ziel: Hornfelsen & Aussicht auf Basel
Weiter gings auf normalen Waldwegen und endlich hab ich ihn erreicht. Dem Hornfelsen.
Nebst Aussicht gibts dort eine Hütte, Grillstelle und 'Liegestühle'.
Und ein paar Senioren-Wandertruppen, die ebenfalls die Aussicht genossen. Ausgestattet mit Wanderschuhen.



Die Sicht auf Basel und die Kraftwerkinsel Birsfelden ist tatsächlich mal eine andere, denn wo sonst, als auf dem Riesenrad an der Herbstmesse, dem Münsterturm oder wenigen andereren Orten, sieht man weit über die Dächer von Basel hinaus.
Weitere Wanderungen mit schöner Aussicht findest du hier 👉 Schöne Touren im Baselland
Ausblick auf Roche-Türme und Basel
Markant sind natürlich die Roche-Türme, Basel ist eben eine Chemie-Stadt. Doch gefallen hat mir vor allem der Blick auf die Kraftwerk Insel Birsfelden, da dies vor Jahren mal ein Teil meines Arbeitsweges mit dem Velo war und Erinnerungen in mir hervorrief.
Die Höhenmeter-Illusion
Aussicht genossen, runter vom Hügel und einen kurzen Abstecher zu meiner Schwester gemacht.
Dort erzählte ich ihr von meiner sensationellen 'Entdeckung' des Hornfelsen.
"Ach, den meinst du?" Natürlich war sie schon dort oben, aber im Gegensatz zu mir, liess sie sich dort hoch chauffieren.

So hatte ich immerhin die Genugtuung meines beschwerlichen Aufstiegs.
"Das waren mindestens 300 Höhenmeter, die ich hingelegt habe. War überhaupt nicht schlimm."
Dazu solltet ihr vielleicht wissen, dass ich meine Schwester versuche zu überreden, mit mir den Simplonweg zu gehen, eine Mehrtageswanderung, bei der insgesamt etwa 1'300 Höhenmeter zu bewältigen sind.
Und während ich weiter von unserer bevorstehenden Simplon-Wanderung schwärmte, schaute mich meine Schwester schräg an und meinte nach kurzem Blick auf ihr Handy:
"Schwesterchen, du redest hier von etwa 70 Höhenmetern auf den Felsen!"
Tja, so ging sie dahin, meine Illusion von der Bewältigung etlicher Höhenmeter. Aber ein paar waren es dann doch. Immerhin. Werd ich wohl noch etwas üben müssen für den Simplonpass...
Bis dahin halte ich mich lieber an einfachere Touren – wenn du auch solche suchst, findest du hier meine Übersicht 👉 Einfache Wanderungen im Baselbiet
Fazit der Hornfelsen-Wanderung
Die Wanderung zum Hornfelsen ist kurz, überschaubar und überraschend abwechslungsreich – perfekt für einen halben Vormittag voller Entdeckungen.
Zwischen Friedhofsstille, Waldwegen, Mountainbike-Trail-Fails und der Aussicht auf Basel merkt man kaum, wie schnell die Zeit vergeht.
Und nun werd ich mich von dieser Bergbesteigung erst mal erholen.
Corinna
🥾😅 Abenteuer – oder: „Wie ich beinahe den Mount Everest bei Basel bestieg.“
🤷♀️ 58 Jahre Baslerin – noch nie vom Hornfelsen gehört. Der Felsen? Existiert. Sogar mit Aussicht. Ich? Komplett überrascht.
👻 Start am Friedhof Hörnli – grösster Friedhof der Schweiz. Klingt nach Gruselwanderung, war aber nur der Umweg zur geheimen Tür rechts vom Tor. (Kleiner Tipp: Tür drücken, nicht am Gitter rütteln!)
🩴 Schuhe? Klar! Ich dachte: „Wanderweg = Promenade mit Aussicht.“ Ja… nein. Birkenstocks waren modisch, aber bergtauglich? Eher nicht.
🐸 Verirrung im Wald: Frösche quaken, Kindergeschrei hallt durch die Bäume, und plötzlich steht da eine Försterin: „Du bisch scho richtig.“ – Danke, ich fühlte mich bestätigt.
🚵♂️ Abkürzung entdeckt! Dachte ich. Tatsächlich ein Mountainbike-Trail. Fast umgesäbelt, gelernt: Cleverness ignoriert Höhenunterschiede gnadenlos.
👵🏻 Oben angekommen: Grillstelle, Hütte, Liegestühle – und Senioren-Wandertruppen in Wanderschuhen, so richtigen. Und ja, ich weiss...
🚲 Aussicht: Basel von oben. Roche-Türme, Kraftwerkinsel, Erinnerungen an alte Velotage.
🫠 Besuch bei der Schwester: Ich schwärmte: „300 Höhenmeter, locker!“ Sie schaute nur trocken: „Es waren 70.“ Tja, manchmal wird die Story eben ein bisschen länger erzählt.
😂 Karte der Wanderung: Alles auf befestigten Wegen, aber ich spürte es anders.
😄 Fazit: Hornfelsen – episch unterschätzt, leicht überschätzt, aber absolut empfehlenswert. Nächstes Mal vielleicht doch Wanderschuhe statt Wellness-Schlappen.
☕🥨 Wo essen nach der Wanderung?
Einfach ein Café in Basel, Riehen oder Grenzach... oder direkt Schwester besuchen 😉 – je nachdem, wie hungrig oder abenteuerlustig ihr seid.
Wenn du einfache Wanderungen rund um Basel suchst, könnten dir diese auch gefallen:
Gempen – etwas mehr Steigung, aber genauso gut machbar
Kaltbrunnental – flacher, schattiger und perfekt im Sommer



Kommentare